29 Oct 2013

Hier liegen meine Gebeine - ich wollt' es wären Deine

 Als vor ein paar Jahren ein Freund von mir mit tödlichem Krebs diagnostiziert wurde, hatte er noch maximal 6 Monate zu leben. Unglücklicherweise schaffte er es nur noch die nächsten 4 Monate. Was er aber in dieser ihm verbliebenen Zeit tat, war beeindruckend und straff organisiert zugleich. 

Er regelte alle seine Hinterlassenschaften und entwarf selbst seine Todesanzeige für die Tageszeitung. Die einzig wahre und aussagekräftigste, welche mir je untergekommen ist. 

Neulich auf einem Seminar für mein „Longevity Training“ wurden alle Teilnehmer aufgefordert, den eigenen Nachruf zu verfassen. Oha! Das war nicht einfach. In 20 Minuten das eigene Leben zu Papier bringen.

Die Frage kommt schnell auf, wer bin ich eigentlich „gewesen“? Wer wäre ich denn gerne gewesen? Ich habe meine Schlüsse aus der Übung gezogen und arbeite mittlerweile an einer Art Biografie. So habe ich mehr Zeit, alles in Ruhe zu überdenken und niederzuschreiben. Ist doch furchtbar, wenn man da in einer Kapelle sitzt und der Pastor liest irgendwas vor, was ihm Hinterbliebene zugemailt haben. Apropos Pastor, bei mir braucht so einer nicht zur Beerdigung auftauchen. Aber auch das will geregelt sein.

Foto: Das ist ein Grabspruch eines Seemansgrabes in Brake (Niedersachsen)

21 Oct 2013

Voll auf die Augen

Ich hatte mal einen guten Freund. Er war so in den Achzigern. Richtig fit der Mann. Er und seine Frau sind vier mal im Jahr in die Alpen gereist. Im Sommer zum Bergwandern und im Winter zum Skilauf. Mit 84 Jahren! Dazu möchte ich erwähnen, daß mein Freund ein "Mann des Wortes und der Schrift" war. Leider ist er plötzlich an einer unheilbaren Augenkrankheit zu 98% erblindet. Bedeutet, er konnte allerhöchstens noch Schatten wahrnehmen.

Warum ich das erzähle? Weil ich auf unser Sehorgan, unsere Augen hinweisen möchte. Wenn ich persönlich mal mit 85 Jahren mein Augenlicht verliere, dann kann ich wenigstens sagen, ich hab' eigentlich genug gesehen. Wenn ich aber höre, daß in einer Grundschulklasse schon ein Drittel mit Nasenfahrrad sitzt und junge Menschen ihre Sehfähigkeit einbüßen, wegen Stundenlangem TV und PC Konsum, dann gibt mir das zu denken.

Hier ist ein kleiner Film über ein Augentraining. Er ist zwar von einer kommerziellen Yogafabrik, das soll aber mal egal sein. Ignoriert einfach den Shophinweis und das Zeugs am Ende.

Gutes Sehen!

3 Oct 2013

Medizin sollte gegessen werden

Schon wer einmal die Woche Fisch in seinen Speiseplan einfügt, reduziert das Risiko von Herz-und Arterienproblemen signifikant. Gute Ernährung ist mehr als nur Fett und Fastfood wegzulassen. Man muß den Unterschied zwischen "guten" und "bösen" Fetten kennen, auf die Portionsgröße muß geachtet werden und gute Essgewohnheiten müssen zur täglichen Routine werden.

Doch je älter (und eingefahrener!) der Mensch ist, je schwieriger wird es alte Pfade zu verlassen. Zum Beispiel mit der ausreichenden Menge an Obst und Gemüse pro Tag (ich will hier nicht die "5-am-Tag" Regel strapazieren) senkt sich das Risiko sich Krebs einzuhandeln um 20 % . Aber weniger als 40% der älteren Generation beherzigen diese Tatsache und verweilen in alten Gewohnheiten. Und je länger diese alten Gewohnheiten uns im Griff hatten, je schwieriger wird es auf Neues umzuschalten. Und: Es muß ja nicht gleich der "Marter-Teller" sein.
Photo: Marter-Teller, die letzte Instanz

2 Oct 2013

Das muß man sich mal vorstellen

Jetzt sollen angeblich Bakterien von Dünnen den Dicken beim Abspecken helfen. Gelesen bei
http://www.theguardian.com/society/2013/sep/05/bacteria-slim-treat-obesity-study